Palliative Versorgung

Bevor eine palliative Versorgung beginnt, haben viele Betroffene bereits einen langen Weg mit einer schweren Erkrankung zurückgelegt. Wird jedoch deutlich, dass eine Krankheit nicht mehr heilbar und weit fortgeschritten ist, stehen Patienten und ihre Zugehörigen vor einer tiefgreifenden Realität, in der das Lebensende unausweichlich in den Blick rückt. Diese Phase ist häufig von ungewohnten Herausforderungen und erheblichen emotionalen wie körperlichen Belastungen geprägt.

Einfaches Gespräch am Tisch in ruhiger häuslicher Umgebung, im Fokus eine pflegende Fachkraft mit Blumen im Vordergrund

Würde und Lebensqualität im Mittelpunkt

An dieser Stelle setzt die palliative Versorgung an. Ihr zentrales Anliegen ist es, Schmerzen und andere belastende Symptome zu lindern und den Betroffenen in ihrer letzten Lebensphase ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität zu ermöglichen.

Der Palliativmedizinische Konsiliardienst (PKD) im Kreis Coesfeld begleitet schwerkranke Menschen und ihre Zugehörigen durch eine umfassende palliativmedizinische Versorgung. Unser interdisziplinäres Team aus Palliativmedizinern und Koordinationsfachkräften ist rund um die Uhr erreichbar. Wir sorgen für eine gezielte Symptomlinderung sowie um eine zuverlässige Krisenintervention. Dabei arbeiten wir eng mit allen Beteiligten zusammen und stehen unterstützend zur Seite. Die Hausärzte bleiben weiterhin die wichtigsten Ansprechpersonen für die Patienten.

Regelmäßige Fallbesprechungen und fachliche Austausche sichern eine interdisziplinäre Betreuung und gewährleisten eine hohe Qualität der Versorgung. Unsere 24-Stunden-Rufbereitschaft ermöglicht schnelle Hilfe in akuten palliativmedizinischen Situationen, trägt zur Vermeidung unnötiger Krankenhauseinweisungen bei und schafft die Voraussetzung für ein Sterben zu Hause mit optimaler Symptomlinderung.

Weitere Informationen zur vernetzen Sorgekultur finden Sie hier.

Blumenstrauß mit Sonnenblume und Obstteller auf Tisch vor ruhigem, blauem Gemälde im Hintergrund

Unsere Ziele sind:

  • die würdevolle Gestaltung und Begleitung der letzten Lebensphase des Patienten
  • die Ermöglichung eines menschenwürdigen Sterbens
  • die Vermeidung nicht indizierter Interventionen und nicht notwendiger Krankenhausaufenthalte
  • die Schaffung größtmöglicher Lebensqualität für Schwerkranke und sterbende Menschen
  • die Unterstützung der Zugehörigen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
  • die Förderung der berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit
  • die Kooperation mit spezialisierten Palliativmedizinern
  • die Koordination der Versorgung vor Ort
  • die Einbeziehung qualifizierter Fachkräfte der ambulanten Versorgung
  • die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Versorgung
  • die Qualitätssicherung durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen, Ausrichtung von Qualitätszirkel sowie intensive Fallbesprechungen
Palliativmedizinischer Konsiliardienst (PKD) Kreis Coesfeld gGmbH

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